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Ich habe lange gezögert, mir die TripleFi 10 von Ultimate Ears zu kaufen. Ich besitze mit den Sennheiser IE8 bereits hochwertige inEars und bin mit diesen sehr zufrieden.

Allerdings werden die TripleFi immer wieder als die noch besseren InEars genannt.
Ein Amazon Blitzangebot kam zur rechten Zeit, so daß ich mir die TripleFi zu einem TOP Preis nun endlich angeschafft habe.

Lieferumfang

Neben den Kopfhörern mit dem austauschbaren Kabeln befindet sich reichlich Zubehör in der einfachen Pappschachtel.

Dies ist alles in der Box:

  • Triple.Fi 10 mit abnehmbaren Kabeln
  • Reise-Etui aus Metall
  • weiche Silikon-Ohrpassstücke (S, M, L)
  • 2 Paar Comply-Schaumstoff-Ohrpassstücke
  • Reinigungswerkzeug
  • Verlängerungskabel
  • Dämpfer zum Schutz des Gehörs im Flugzeug
  • 6,35-mm-Adapter-Buchse
  • Handbuch

Bei den  TripleFi 10 handelt es sich um In Ears mit drei Treibern, d.h. daß hier pro Bereich (Bass, Mitten, Höhen) ein eigener Lautsprecher zum Einsatz kommt.

Der Frequenzbereich wird mit 10Hz – 20.000 Hz angegeben, die Dämpfung der Außengeräusche mit -26dB.

Das Kabel wird über das Ohr geführt und gewährleist so einen sicheren Halt.

Verarbeitung

Die Verarbeitung ist okay, in einigen Foren und auch bei Amazon kann man lesen, daß einige Kunden Probleme mit der Haltbarkeit des Kabels haben.
Das Kabel ist im Bereich der Ohrhörer versteift, so daß man es der Form seiner Ohren anpassen kann.
Ich kann mir vorstellen, daß dies eine Schwachstelle sein kann (häufiges Biegen, Kabelbruch).
Das Gehäuse ist aus transparentem, blauen Kunststoff und macht einen ordentlichen Eindruck auf mich.

Tragekomfort

Nun kommt der Knackpunkt. Der Tragekomfort ist für mich – mit einem Wort – bescheiden.
Das liegt zum Einen daran, daß die Ohrhörer doch recht groß sind und weit aus dem Ohr herausragen. Das sieht nicht nur blöd aus, es hat auch den Nachteil, das der Sitz recht locker ist.
Das steife Kabel verstärkt dann noch tlw. den schlechten Sitz, indem es die Kopfhörer aus den Ohren drückt, wenn es nicht ganz eng an das Ohr angeschmiegt wird.
Die Stöpsel können sich bei jeder Bewegung wieder lockern, und dann ist es vorbei mit dem guten Klang.
Das Einsetzen der TripleFi ist dadurch wahnsinnig aufwändig. Mal eben rein und wieder raus ist nciht so einfach.
Mit den Comply Schaumstoff Eartips sitzt der TripleFi bei mir am sichersten, jedoch bietet er für mich mit den Silikon Stöpseln den besseren Klang.
Hier gilt es also, einen Kompromiss einzugehen.

Klangqualität

Der Klang ist der reine Wahnsinn (wenn die InEars gut sitzen und abdichten – siehe TRAGEKOMFORT).
Für mich entspricht die Soundsignatur der TripleFi 10 schon ziemlich genau meinem Idealbild.
Ich höre hauptsächlich Rock und Metal, und hier glänzen die InEars mit einem Sound, der unweigerlich an große Standboxen oder ohrumschließende, große Kopfhörer erinnert.
Der Sound ist zwar nicht neutral, aber ich finde ihn auch nicht übertrieben in einem bestimmten Bereich. Er hat aber eine leichte „Badewanne“.
Der Bass kommt schön tief runter, hat teilweise schon einen Subwoofer Effekt im Ohr, und ist trotzdem schön klar texturiert, schnell und genau.
Für Metal meiner Menung nach sehr gut geeignet. Für basslastige Musik könnte es schon hier und da zuviel des Guten sein. Hier wäre dann eine leichte Anpassung per Equalizer gefragt.
Mitten sind verfärbungsfrei und klar definiert, hier matscht nix rein. Verzerrte Gitarren sind extrem deutllich und differenziert zu hören.
Die Höhen kommen ausreichend fein und hochauflösend,  hier könnte der TripleFi aber noch ein bisschen mehr Brillianz vertragen. Teilweise finde ich HiHats und Cymbals ein wenig verhangen.

FAZIT

Der TripleFi ist insgesamt ein großartiger InEar, der durch seine drei Treiber das gesamte Spektrum erstaunlich mühelos und authentisch wiedergeben kann.
Der Tragekomfort dagegen ist eher schlecht und am besten bewegt man sich wenig bis gar nicht.
Wer damit leben kann erhält klanglich meiner Meinung nach einen der zur Zeit besten InEars.