Nach dem Test des Wireless OnEar SACKit TOUCHit, widme ich mich nun den True Wireless InEars der Sitzsack-Firma aus Dänemark. True Wireless InEars – wohin man blickt. Der Trend scheint ungebrochen, immer neue Modelle überschwemmen den Markt. Können sich die ROCKit vom Rest abheben und einen Akzent setzen?


[Werbung] Der SACKit ROCKit True Wireless wurde mir für diesen Test leihweise von SACKit zur Verfügung gestellt.


Der SACKit ROCKit True Wireless

Wer hier regelmäßig mitliest der weiß: Meine Musik ist der Metal.
Insofern war es quasi eine Pflichtübung, dem ROCKit der dänischen Firma SACKit in einem kurzen Test näher auf den Zahn zu fühlen. Erhalten habe ich die True Wireless InEars zusammen mit dem TOUCHit im Nachgang der ifa. Während ich den OnEar bereits auf der Messe hören konnte und auch hier bereits getestet habe, war mir der ROCKit klanglich unbekannt und ich bin sehr gespannt, was mich erwartet. Schließlich ist die sehr style-orientierte Firma aus Dänemark nicht durch Kopfhörer bekannt geworden, sondern durch hochwertige Sitzsäcke und anderes Lifestyle Interieur.

Also, was haben wir hier?
Der ROCKit ist ein True Wireless InEar zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: Bluetooth 5.0, Cooles Design, Kompaktes Ladecase, Freisprechfunktion. So weit – so unspektakulär. Was aber aus der Masse der unzähligen TW-InEars auf der ifa herausgestochen hat, ist das ansprechende Design des Ladecases uns auch der InEars. Erhältlich ist der TW-InEar in vier Farbvarianten: Onyx (schwarz), Ruby (rosa), Sapphire (blau) und Pearl (weiß). Der ROCKit ist zum UVP von 139€ zu haben – in dieser Preisregion ist die Konkurrenz hoch.

Was wird mitgeliefert?
Im Lieferumfang befindet sich neben den InEars und dem Ladecase noch ein USB-C (top!) Ladekabel und 3 Paar Silikontips. Überschaubar, aber auch ausreichend. Was will man mehr – außer vielleicht noch Schaumstoff Tips.


Verarbeitung & Design

Dei Verpackung aus stabilem, weißen Karton ist kompakt und ansprechend gestaltet. Der Deckel lässt sich aufklappen und gibt den Blick auf die InEars und das Ladecase frei. InEar und Ladecase bestehen aus Kunststoff und sind einwandfrei verarbeitet. Die Faceplate / Touchoberfläche der InEars ist prismenartig designed und wirkt dadurch sehr edel – das passt sehr gut zum restlichen Portfolio des Herstellers.

Das runde Ladecase ist angenehm kompakt und die Mischung aus glattem und soft-touch Kunststoff fasst sich hervorragend an. Wenn überhaupt irgendetwas zu bemängeln wäre, so ist es der Deckel. Gut gelöst ist der Verschluss mittels Magnetkraft. Was aber fehlt, ist ein Federmechanismus, welcher den Deckel auch im offenen Zustand offen hält. Gut: Zeitgemäß ist ein USB-C Anschluss zum Laden verbaut. Eine Ladesstands-LED gibt Rückmeldung über den Akku.

Technische Daten

Der Vollständigkeit halber hier wie immer die technischen Daten der InEars:

  • Bluetooth 5.0
  • Bluetooth Reichweite: 10 Meter
  • Gesamtbetriebszeit: bis zu 28 Stunden- Ohrhörer: bis zu 8 Stunden
  • Ladebox: 20 Stunden- Batterie in der Ladebox: 590 mAh
  • Batterie in den Ohrhörern: 2 x 75 mAh
  • iPX 5 Spritzwasser- und schweißfest
  • Eingebautes Mikrofon
  • 3 verschiedene In-Ear-Tips
  • Inkl. USB-C Ladekabel

[Quelle: sackitshop.de]


Tragekomfort & Bedienung

Das Herausnehmen aus dem Ladecase ist etwas fummelig – die InEars sind unglaublich klein und aufgrund der glatten Struktur schlecht aus ihrer magnetischen Halterung im Case herauszubekommen. Der Sitz im Ohr ist mit einiger Fummelei okay. Hier muss man schauen, in welchem Winkel die InEars bestmöglichen Seal bieten. In meinem Fall muss ich sie mit dem Nozzle etwas nach oben drehen, sonst bekomme ich keinen Seal. Das hat aber zur Folge, daß sie vollkommen schief im Ohr sitzen – was wiederum bekloppt aussieht. Aber egal, Design follows Function würde ich mal ausnahmsweise sagen. Ansonsten sind sie halt leicht und nicht sehr groß – einmal eingesetzt kann man sie leicht vergessen.

Und die Bedienung?
Die Bedienung über Touch ist nicht das Gelbe vom Ei. Ich bevorzuge mechanische Tasten – es sei denn, die Touch-Bedienung ist hervorragend umgesetzt. Das ist hier leider nicht der Fall – zu oft gib man beim Nachjustieren der InEars einen unbeabsichtigten Befehl und löst entweder einen Titelsprung aus oder pausiert die Musik.

Das Case fühlt sich gut an, ist schön kompakt und gut verarbietet. Bis auf die fehlende Deckelarretierung im geöffneten Zustand habe ich nichts zu mäkeln.

Laufzeit
Die Laufzeit der InEars wird mit 8h angegeben – danach müssen sie ins Ladecase und sich nochmal 2,5 volle Ladungen abholen. So kommt man – theoretisch – auf insgesamt 28h. Ich habe das nicht erbsenzählermäßig geprüft, denn erstens hat die Lautstärke doch erheblichen Einfluss auf die Laufzeit und zweitens finde halte ich für TWS, welche im Ladecase schnell Energie für die nächste Session tanken können, eine Laufzeit von über mindestens vier Stunden für absolut okay. Länger höre ich nie am Stück.


Klang

Hier hat mich dann doch eine Überraschung erwartet. Der SACKit ROCKit hat mich klanglich absolut überzeugt. Er besticht mit einem ehrlichen, ausgeglichenen, klaren und knackigen Sound. Von einer in dieser Geräteklasse typischen Bassanhebung mit einhergehender warmer Tonalität ist der InEar meilenweit entfernt. Im Gegenteil: Er spielt schon ausgeglichen mit einer natürlichen Tonalität und ist für einen True Wirelesss in dieser Preisklasse erstaunlich präzise mit knackigem Bass, strukturierten Mitten und detaillierten Höhen.

Bass
Für einen True Wireless InEar hat der ROCKit einen sehr präzisen und schnellen, straffen Bass. Der Attack von Snare- oder Bassdrums ist hart und impulsiv, die Transientenwiedergabe überraschend explosiv. Da können sich selbts so manch Kabelgebundene InEars unter 150€ eine Scheibe abschneiden.

Mitten
Oft haben True Wireless InEars aufgrund ihrer zumeist mainstreamig abgestimmten Signatur mit Betonung der Bässe und Höhen leicht abgesenkte Mitten. Nicht so hier: Die Mitten haben Substanz und sind präsent und klar strukturiert. Das kommt – Nomen est Nomen – gerade Rockmusik und Metal zugute, denn Stromgitarren werden kraftvoll und facettenreich mit viel Energie und Strahlkraft wiedergegeben.

Höhen
In den Höhen ist der ROCKit angenehm zurückhaltend, ohne mit Details und Auflösung zu geizen. Offen gespielte HiHats oder explodierende China- und Splash Cymbals haben eine natürlich scharf-metallishce, aber angenehm hörbare Note.

Bühne
Beachtlich ist auch die Bühnenpräsentation für einen True Wireless InEar. Sicher darf man hier keine Wunder erwarten und Vergleiche zu offenen Over-Ears ziehen. Trotzdem vermittelt der InEar einen schönen, offen klingenden Sound.

Isolation
Bei richtiger Wahl der Eartips – bei mir passen die mitgelieferten Silikontips in Größe M perfekt – ergibt sich ein perfekter Seal und damit einhergehend eine sehr gute passive Geräuschisolation.


Fotos


Fazit

Der SACKit ROCKit macht zum Preis von knapp 140€ alles richtig. Tonal auf der angenehmen und ausgeglichenen Seite, mit einem punchigen und eher schlanken, dafür sehr präzisen Bass ist er kein Bassbomber für EDM oder HipHop. Vielmehr macht er in Verbindung mit den frischen Mitten und den klaren Höhen seinem Namen alle Ehre. Der SACKit ROCKit ist ein waschechter Rocker, bringt gerade auch Metal glaubwürdig rüber und glänzt ebenso mit guter Verarbeitungsqualität und Funktion.


[Werbung] Der SACKit ROCKit True Wireless wurde mir für diesen Test leihweise von SACKit zur Verfügung gestellt.

SACKit ROCKit | Bewertung

8.9

Sound

8.7/10

Verarbeitung

8.5/10

Komfort

9.0/10

Preis/Leistung

9.5/10

Pros

  • Sehr guter Klang
  • Knackiger Bass
  • Tolle Optik

Cons

  • Casedeckel bleibt nicht offen