Der Softears Edge steht steht ganz in der Tradition von Turii und Twilight, verlässt er sich bei der Klangerzeugung ebenfalls allein auf einen einzelnen dynamischen Treiber. Das dies auch in Zeiten von immer ausufernden Treiberkonfigurationen nicht schlechter sein muss, daran besteht mittlerweile kein Zweifel. Ob das auch für den Edge gilt, das finde ich heute heraus.


[Werbung] Der Softears EDGE wurde mir für diesen Test von Softears zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!


Softears

Softears, für mich eine der faszinierendsten Marken, die in den letzten Jahren aus China auf den In-Ear-Monitor (IEM)-Markt vorgedrungen ist, hebt sich durch ihren einzigartigen Ansatz von anderen Brands ab. Die Verbindung zu Moondrop ist kein Geheimnis: Beide Marken teilen sich Entwicklungsressourcen, wobei Softears als die technisch ambitioniertere gilt. Modelle wie der Enigma, der Twilight oder der RSV MKII (Test) haben eindrucksvoll gezeigt, dass Softears nicht einfach nur den Markt mit dem nächsten beliebigen IEM bedienen will, sondern immer mit eigenständigen Konzepten und durchdachter Technik in der obersten Liga mitspielen kann.

Der Softears EDGE

Der Edge ist der neueste Single-Dynamiker aus dem Hause Softears. Schon vor relativ langer Zeit präsentiert – zusammen mit einigen weiteren Neuvorstellungen wie dem kommenden Karma und einer neuen Version des RS10 – ist er nun verfügbar.

Die zwei Schlüsselkomponenten des Softears Edge sind zum einen der 11mm-Dynamiktreiber, zum anderen die sogenannte Labyrinth Acoustic Structure, die hinter dem Treiber sitzt und gezielt Resonanzen absorbieren soll, die sonst in den Mittenbereich bluten würden. Softears nennt das den „Seesaw-Effekt“ – mehr Bass bedeutet bei klassischen DD-IEMs oft weniger präzise Mitten. Die Labyrinth-Struktur soll genau das verhindern, indem sie niederfrequente Überbleibsel kontrolliert ableitet, bevor sie sich unerwünscht in den Mitteltonbereich mischen. Klingt simpel und – soviel kann ich verraten – funktioniert!

Haupt-Features Softears Edge

  • 11-mm-Dynamiktreiber mit proprietärer Entwicklung für kraftvollen und zugleich präzisen Klang.
  • Labyrinth Acoustic Structure reduziert gezielt unerwünschte Resonanzen im Tiefmitteltonbereich.
  • Titangehäuse aus CNC-Fertigung für höchste Präzision, Stabilität und Resonanzarmut.
  • Titan reduziert Gehäuseresonanzen und schafft optimale Arbeitsbedingungen für den Treiber.
  • Modernes, geometrisches Industriedesign als bewusster Gegenentwurf zu klassischen, organischen Formen.
  • Kompakte und ergonomische Bauweise mit sorgfältig optimierten Proportionen.
  • Minimalistische Designphilosophie, inspiriert von moderner Architektur und klassischer Kameratechnik.
  • Präzise entwickeltes Kabel mit optimierter Impedanz über beide Leiterstrukturen für eine gleichmäßige Signalübertragung.

Zu haben ist der Softears Edge für 500€. Damit ist er ein gutes Stück günstiger als der Twilight.


Lieferumfang und Verpackung

Der Softears Edge kommt in einem würfelförmigen Karton. Sony hat das schonmal so gemacht für den IER-Z1R – mir gefällt das besser als der immergleiche Formfaktor. So setzt sich Softears bereits beim Verpackungsdesign wohlwollend von der Masse ab. Das Case fasst sich gut an und vermittelt Qualität. Im Innern des Kubus befinden sich auf verschiedenen Ebenem zuerst die IEM, dann das Zubehör und schließlich das Case.

Der Lieferumfang im Detail

  • InEars Softears EDGE
  • 2-PIN 0.78mm Kabel mit 4.4mm Stecker
  • 2 Sätze Ear-Tips (Ultraclear und Type-E)
  • Rundes Kunstledercase mit Reißverschluss
  • 1 Stoffsäckchen zum Schutz
  • Reinigungstool
  • Reinigungstuch
  • Papierkram

Technische Daten

Für die, die es interessiert, hier die technischen Daten

ModellSoftears EDGE
SerieLifestyle Listen (LS)
Treibertyp1× 11mm Dynamiktreiber
AkustikstrukturLabyrinth Acoustic Structure
GehäuseCNC-gefrästes Titanlegierungs-Gehäuse
Impedanz16 Ω (±15%)
Empfindlichkeit128 dB/Vrms @ 1 kHz
THD<1% @ 1 kHz
Frequenzgang (effektiv)20–20kHz
Frequenzgang (IEC60318-4)15–40 kHz
Steckerverbindung2-Pin, 0,78mm
Kabelabschluss4,4mm Balanced
Kabel7N High-Purity Rotary-Forged OCC Core, Silver-Plated Dual-Layer Outer Structure
Quelle: Softears.net

Design und Verarbeitung

Softears EDGE

Der Name ist Programm: Hier stehen Ecken im Vordergrund. Keine organischen Kurven, keine Kunstharz-Schale, kein gewohntes anatomisches Design. Stattdessen harte, spitze geometrische Kanten, fast schon industriell in der Anmutung, mit einem Finish, das irgendwo zwischen matt und leicht satiniert liegt. Schaut man an den prominenten Kanten vorbei kennt man, daß die eigentliche Geometrie eine Bulletform. Das ist auch ein Grund, warum die spitzen Kanten den Komfort nicht beeinträchtigen – sie sitzen einfach außerhalb des Ohres.

Das Titan selbst fasst sich wunderbar an und aufgrund der Form ist der Edge auch super griffig. Ein Indikator für Links und Rechts ist direkt ins Gehäuse eingearbeitet in Form von einer roten und blauen Markierung.

Die Verarbeitung des Softears Edge ist auf gewohntem TOP Niveau. Ich kann an meinem Exemplar keinerlei Unregelmäßigkeiten ausmachen. Die Oberfläche ist perfekt ausgeführt, es gibt keinerlei Unregelmäßigkeiten oder irgendwelche Grate. Die Buchsen für die Kabel sind sauber eingearbeitet und wirken solide. Sie sind ein Stück weit ins Gehäuse eingelassen, um Scherkräfte an den Pins zu reduzieren.

Kabel

Das mitgelieferte Kabel ist ebenfalls mehr als eine Standardlösung: 7N High-Purity Rotary-Forged OCC Kupfer mit versilberter Dual-Layer-Außenstruktur. Es liegt angenehm in der Hand, verheddert sich kaum und wirkt nicht wie das, was man nach einer Woche gegen ein Aftermarket-Kabel tauscht. Der 4,4mm-Stecker ist sauber eingepasst, die 2-Pin-Verbindung sitzt stramm ohne hakelig zu sein. Stecker und Splitter scheinen aus dem gleichen Material zu sein wie der IEM selbst.

Case

Beim Case handelt es sich das gleiche runde Kunstledercase mit Reissverschluss wie wir es vom RSV mkII kennen. Das „Leder“ fühlt sich sehr angenehm und weich an. Auch vom Platzangebot her ist das Case gut dimensioniert. Im Deckel befindet sich ein kleines separates Netz-Fach, so passt neben dem Kopfhörer und Kabel noch locker ein Satz Ersatztips rein oder ein Päckchen Silikatgel.


Tragekomfort

Die sehr geometrische und kantige Form habe ich oben schon angesprochen. Wenn man die Edge sieht, könnte man auf den Gedanken kommen, daß sie unbequem sein müssen. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall. Denn Kontakt mit dem Ohr hat lediglich der zylindrische Teil in dem der Treiber verbaut is. Die kantige, Flacke Konstruktion befindet sich außerhalb der Ohrmuschel. So gibt es – zumindest für meine Ohren, ich kann ja nur für mich sprechen, keinerlei Anlass zur Kritik. Das liegt auch an der Trageweise, denn mit dem Kabel über dem Ohr sitzen die InEars einfach perfekt sicher und bleiben in Position. Ebenso habe ich mittlerweile die Ultra Clear Tips zu schätzen gelernt. Oft nutze ich die Stock-Tips nicht, hier ist das anders. Die Softears Tips sind wirklich gut.

Etwas Geduld ist bei mir erforderlich, um den wirklich perfekten Sitz im Ohr zu erreichen. Hier muss man wirklich etwas experimentieren und den Winkel des Schallröhrchens beachten. Wenn der Bass zu schlank kling passt es noch nicht. Ich muss die IEM etwas weiter nach vorne „kippen“, damit sie ihre Performance ausspielen können. Also, wenn euch der Bass zu wenig ist, dann stimmt der Sitz noch nicht. Spielt mit Tips und dem Seal – irgendwann rastet der Edge ein und zündet sein Feuerwerk.


Klang

Kommen wir endlich zum spannendsten Teil – wie klingen denn die Softears Edge nun? Kurz: Spektakulär! Ich habe schon immer ein Faible für dynamische Treiber – sei es in Overears oder auch Inears. In Hybrid-Systemen oder als Single-Driver. Ich mag einfach dieses unvergleichliche organische Timbre, welches immer noch unerreicht ist. Sicher, die neueste Generation von BA-Basstreibern kommt schon sehr nah ran, aber irgendwie habe ich das Gefühl, daß da immer noch ein kleines Bisschen fehlt.

Dazu kommt, daß der Edge die Vorteile eines guten dynamischen Treibers auch voll aus- und nach vorne spielt. Der Bass ist mächtig – richtig mächtig, aber gleichzeitig von einer extrem kontrollierten und sauberen Qualität. Das macht mal richtig Laune! Und das Beste: Das Konzept mit dem Labyrinth hinter dem Treiber geht voll auf – hier verfälscht nichts die unteren Mitten. Somit klingt der IEM auch nicht wirklich warm, sondern bleicht transparent und klar.

Der Edge ist auf keinen Fall ein neutraler IEM, dafür aber ein perfekt ausgeglichener Genusshörer auf technisch sehr hohem Niveau mit dezenter V-Signatur. Eine absolut versierte Spaßmaschine mit mächtig Dampf auf dem Kessel, die weiß, wie man stilsicher eskaliert.

Gehört habe ich den Softears Edge in den letzten Tagen hauptsächlich am Cayin N6III (Test), am Sony 1Z und am stationären JDS Labs Element IV (Test). Aber auch der iffi Go bar Kensei (Test) durfte ran, ebenso wie diverse andere DAP und Dongle-DACs. An allen liefert der Softears Edge eine konstante Performance.

Bass

Unmissverständlich ist der Bass eine tragende Säule in der Abstimmung des Edge – das wird bereits nach den ersten Takten klar. Er ist reichlich vorhanden, sowohl im Tief- als auch im Mid- und Oberbass. Ein Traum für Bassdrum-Punch verehrende Exil-Drummer wie mich. Schlagzeug klingt mit dem Edge erstklassig. Natürlich, organisch, pumpend und einfach nur dynamisch druckvoll. Dabei verzerrt auch bei ungesunden Lautstärken nichts oder wird träge. Der Bass ist agil, hat Kontur, Transienten kommen definiert und sauber.

Mitten

Die Mitten sind erstaunlich klar, transparent und frei von dem warmen Sirup, den man bei bassbetonten Dynamiktreibern oft erlebt. Das kohärente Single-Driver-Klangbild spielt hier seine Stärke aus – es klingt einfach alles wie aus einem Guss, die Musik „fließt“ ohne Brüche und Übergänge. Die Energie verzerrter Gitarrenriffs wird ungefiltert zum Ohr transportiert und verleiht meiner Musik die pure Kraft, die Rock und Metal braucht. Aber auch andere Genres profitieren von der natürlichen Wiedergabe von Instrumenten und Stimmen.

Höhen

Die Höhen des EDGE sind smooth und gutmütig, aber trotzdem sehr gut auflösend und klar. Nur eben ohne nervige Peaks. Perfekt dosiert für meinen Geschmack. Vor allem – und das ist ja auch wieder so eine Tugend von dynamischen Treibern – klingen die Hohen Anteile von Instrumenten absolut authentisch. HiHats, Cymbals, Obertöne von Percussion, Orchestrale Instrumentierung – hier stimmt die Klangfarbe.

Bühne

Die Bühne ist sehr weit mit einer räumlichen Dreidimensionalität, die für IEMs ungewöhnlich natürlich wirkt. Der Klang löst sich gut hörbar vom Kopf, man hat nicht den einengenden und klaustrophobischen Eindruck, der bei IEM schonmal entstehen kann. Ich frage mich immer wieder, wie das ohne „Kanalmischung“ wie Crossfeed oder das Hören mit Lautsprechern so überzeugend entstehen kann, aber es gibt einige IEMs , die das richtig gut machen. Der Softears Edge gehört definitiv dazu.

Auflösung & Separation

Nicht nur für einen Single-Dynamic-Driver-IEM in dieser Preisklasse ist die Auflösung extrem stark. Allerfeinste Details werden herausgearbeitet und lassen sowohl ein Eintauchen in einzelne Instrumente als auch einen ganzheitlichen Musikgenuss zu. Die Separation profitiert anscheinend direkt von der Labyrinth-Architektur: Bass und Mitten stören sich nicht gegenseitig, was dem Gesamtklangbild eine überzeugende Klarheit gibt, die man bei dieser spaßigen Abstimmung nicht zwingend erwartet.

Isolation

Sitzt der Edge richtig (siehe oben!), dann ist Ruhe. Ich nutze die UC Tips. Die passive Schallisolierung funktioniert damit sehr gut, sodass man auch in der U-Bahn oder im Flugzeug ordentlich Musik hören kann ohne gestört zu werden. Es braucht halt keinen elektronischen Schnickschnack – die Bauweise allein reicht völlig.


Softears Edge vs. Sennheiser IE900

Beide setzen auf einen einzigen dynamischen Treiber, und das hört man auch – bei beiden fließt die Musik wie aus einem Guß, ein Vorteil, den Hybrid-Konstruktionen meist nie so ganz erreichen. Der IE900 spielt dabei zurückhaltender, disziplinierter: präzise, kontrolliert, mit einem Bass, der mehr nach klassischen „HiFi“ klingt. Der Edge dagegen läßt seinem Treiber deutlich mehr Freiheit – der Bass kommt mächtiger, druckvoller, beeindruckend kraftvoll, bleibt dabei aber ebenso sauber und agil wie beim Sennheiser. In den Höhen sind sich beide erstaunlich ähnlich: seidig, gutmütig, nie nervig. Der Softears hat hier ebenfalls mehr Pegel, klingt mehr nach V-Signatur im Gegensatz zum eher zurückhaltenderen Senni. Der große Unterschied aber liegt in der Bühne – während der IE900 eher realistisch und „richtig“ dimensioniert abbildet, spielt der Edge mit einer Dreidimensionalität, die für einen Single-Dynamic-Driver extrem gut ist. Wer den IE900 mag, wird beim Edge also nicht enttäuscht sein – nur eben mit einer ordentlichen Extraportion Spaß und Bass-Gewalt obendrauf.


Songbeispiele

Evergrey – The Shadow Self mit dem Edge

Hier spielt der Edge genau die Stärke aus, die ihn ausmacht: Die satten, verzerrten Gitarrenriffs bekommen durch den druckvollen, aber sauberen Bass ordentlich Wumms, ohne daß es matschig wird – jeder Akzent bleibt konturiert und knackig. Auch das treibende Schlagzeug profitiert enorm vom dynamischen Treiber: Bassdrum und Toms kommen mit richtig viel Punch und organischer Substanz rüber. Und in den dicht instrumentierten Passagen sorgt die weite Bühne dafür, daß sich Gitarren, Gesang und Instrumente nicht gegenseitig irritieren, sondern jedes Element seinen eigenen Platz im Raum behält.

Black Veil Brides – Vindicate

Die treibenden Riffs und der satte Blastbeat kommen mit genau jener Mischung aus Wucht und Kontrolle, die den Softears ausmacht – kraftvoll, aber nie übertrieben oder unsauber. Der hymnische, mehrspurige Gesang profitiert von den klaren Mitten, wodurch die Stimme präsent und greifbar bleibt, ohne im dichten Sound unterzugehen. Und gerade in den bombastischen Refrains zeigt sich die weite, dreidimensionale Bühne des Edge – fette Gitarrenwände, Gesang und Rhythmusgruppe bekommen genug Raum, um nicht zu einem Klangbrei zu verschmelzen.

Moonlight Haze – Shine

Bei „Shine“ zeigt der Edge, daß er auch mit hymnischem Symphonic-Metal klarkommt, ohne sich zu verzetteln: Der Bass gibt den treibenden Riffs und Synth-Flächen ein festes Fundament, bleibt dabei aber leichtfüßig genug, um die eher hell-triumphale Grundstimmung des Songs nicht zu erden. Chiara Tricaricos Gesang steht regelrecht im Vordergrund – die Mitten des Edge schaffen genug Abstand zu Gitarren und Orchestrierung, sodaß ihre Stimme förmlich über dem Arrangement schwebt statt darin zu verschwimmen. Und wenn Chor, Synths und Gitarren im Refrain gleichzeitig einsetzen, bleibt trotzdem alles sauber getrennt – nichts verklumpt zu einem einzigen Klangbrei.

Neurosis – Mirror Deep

Bei „Mirror Deep“ – dem atmosphärischen Sludge-Track vom aktuellen Neurosis-Album „An Undying Love for a Burning World“ – zeigt sich eine ganz andere Seite des Edge: Die schwer lastenden, tief gestimmten Riffs bekommen genug Gewicht und Textur, ohne träge oder undefiniert zu wirken – man spürt förmlich die Dichte des Signals, ohne daß es zu einer einzigen Wand verschmilzt. In den ruhigeren, fast schon meditativen Passagen kommt die feine Auflösung des Edge zum Tragen: Feedback-Schwaden, Percussion-Nuancen und leise Gitarrenflächen bleiben nachvollziehbar, statt im Hintergrund zu versickern. Und wenn der Song von diesen kargen Momenten in die schweren, wuchtigen Ausbrüche kippt, bildet der Edge diesen Kontrast beeindruckend dynamisch nach – der Übergang wirkt organisch statt abrupt, was bei so dynamikreicher Musik keine Selbstverständlichkeit ist.


Fotos


Fazit

Der Softears EDGE ist wieder mal ein eigenständiger Inear mit Charakter und technisch brillanter Kompetenz. Das Design ist mutig und konsequent umgesetzt, die Verarbeitung des edel wirkenden Titan ist perfekt.

Klanglich zeigt der Edge einmal mehr, wozu ein guter Single-Dynamiker fähig ist, wenn man ihm sein Fundament nicht kaputt konstruiert: Die Labyrinth Acoustic Structure hält die unteren Mitten sauber, während der Bass ungehemmt Druck machen darf. Heraus kommt kein neutraler Analysehörer, sondern eine ausgesprochen musikalische Spaßmaschine mit erstaunlich viel technischer Finesse obendrauf – Auflösung, Bühne und Separation spielen locker in einer Liga, die man für 500€ nicht erwarten würde. Etwas Geduld beim Einsetzen sollte man aufbringen, denn erst mit dem richtigen Sitz zündet der Edge sein volles Feuerwerk. Aber das ist ja eigentlich bei jedem IEM der Fall.

Der Softears Edge ist der Beweis, daß ein einzelner Treiber mehr Spaß machen kann als so manches Hybrid-Konstrukt – vorausgesetzt, man stimmt ihn so phänomenal ab wie Softears das mit dem Edge hinbekommen hat!

Softears Edge | Bewertung

9.7

Sound

9.8/10

Verarbeitung

9.5/10

Tragekomfort

9.5/10

Preis/Leistung

10.0/10

Pros

  • Mitreißender, kräftiger Sound
  • Tolle Verarbeitung und Materialien
  • Eigenständiges Design
  • Sehr gutes Kabel
  • Top Preis / Leistung

Cons

  • Muss perfekten Seal haben
  • Design polarisiert